Das Jahr der Kinder- und Jugendgruppe

Hallo Menschen!

Es weads es kaum glauben, aber ich bins wirklich – da Virus! Also der Leiter der bayerischen Abteilung – weil sonst kannts es mi ja gar net versteh.

Aber nachdem ich (und meine Persönlichkeiten) schon fast seit einem Jahr die Welt beherrschen,  ist es in meinen nicht vorhandenen Augen höchste Zeit für einen seriösen Bericht über des letzte Jahr. I bericht Eich ausnahmsweise höchstpersönlich, wias ma in Reit im Winkl bei de Trachtenkinder so ergangen ist.

Diese Trachtler haben doch im Februar tatsächlich no gmoant, es gang ganz normal dahi mit der Trachtensaison und haben die 44 Dirndl und Buam noch mit Drahröck und Lederhosen ausgestattet! Ha, da ham sa si aber sauber g´schnitten!

Damals im Februar war i so derartig sauguad, hochdeitsch dad ma song: „international erfolgreich“, dass i des im Rückblick fast selber net glauben kann! Die höchsten Politiker waren sich auf einmal (fast) einig und wollten gemeinschaftlich nur oans: Mi zum Deife haun! Darum hams ois zuagsperrt und mich … ausgesperrt. Für mein Image war des guad, denn jetzt war i net nur menschenlebensgefährlich, sondern auch noch die internationale Spaßbremse Nr. 1! Also nix mit Trachtenprobe, Preisplatteln, Musispuin und Trachtenfesten!

Aber dann hab i a paar Schlachten verloren. Die Menschen haben sich mit dem Sommer, dem Sauhund, verbündet – da waren dann meine Zahlen im Geschäftsbericht nimma so erfolgreich. Und siehe da: Da bilden sich doch tatsächlich eine Hand voll unerschrockener Jugendleiter ei, sie kannten wieder mit dem Trachtennachwuchs proben – und a GAUDI ham! Ja geht´s no?

Wenigstens ham sich die Politiker wegen meiner Unberechenbarkeit einige „kleine“ bürokratische Auflagen einfallen lassen, und die Verantwortlichen sauber g´fuxt: Recherchen, Hygienekonzepte erstellen, Quadratmeter-Menschen-Verhältnisse ausrechnen, Einverständniserklärungen abholen und Anwesenheit akkurat dokumentieren. Ätsch! Wider Erwarten hat sich aber jemand g´funden, der den ganzen Papiermüll in Entfelden ausgedruckt hat – politisch korrekt muass i neidisch anerkennen.

Als alles gepasst hat, ham die Buam und Dirndl im August mit den Trachtenproben begonnen – das hat mich schon interessiert. So war mein geheimer Plan als unsichtbarer Topagent: Auflauern, Anspringen, Ausschwärmen! Im Winter is des no leicht ganga – James Bond lässt grüßen!

Diese gesundheitsfanatischen Sommer-Trachtler haben mi aber ausg´schmiert: Fahunzte Freiluftproben, kanisterweise Desinfektionsmittel, abgründige Abstände und diese Malefiz-Masken an denen ich mir schon unzählige Male as Hirnkastl o´grennt hob!

Elf schier endlose Proben mit guter Laune, Lachen und körperlicher Aktivität hab ich ertragen müssen. Gestärkte Gemeinschaft, Zusammenhalt, Miteinander – wenn i des scho hea, kriag i Bauchweh! Aber als guter, toptrainierter  V-Mann kann ich das aushalten.

Zu mei´m Glück ist dann der Herbst kema, und wia die Blätter vom Baum, wurden die  Infektionszahlen in die Höhe geweht. Welche Freude auf die kommende Grippe-Hochsaison, ich könnte hüpfen! Und am liabsten von Mensch zu Mensch!

Die Proben wurden also wieder abg ´sagt. Ebenso der jährliche Tanzkurs für die Großen und Adventsfeiern. Schau ma mal, wer g´winnt: Die Menschen oder ich. Bis ma des rausg´funden ham wünsch ich Euch an schena Advent und passt´s guad auf, dass i Eich net dawisch!

Hochachtungsvoll,

Eicha V-Mann COVID

P.S.: Von den Jugendleitern soll i no was ausrichten:

An gemütlichen Advent und ganz schene Weihnachten an Alle!!!!

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